Matomo pixel

35. Schwangerschaftswoche (35. SSW)

Baby Newsletter
  • 35. SSW

    Genießen Sie die letzten Wochen der Schwangerschaft in vollen Zügen und tun Sie alles, was Sie entspannt und glücklich macht. Vor allem Stress sollten Sie jetzt so gut wie möglich vermeiden. (Niguella , Shutterstock)

  • 35. SSW

    In der 35. Schwangerschaftswoche haben die meisten Babys bereits ihre endgültige Geburtsposition eingenommen. In 95% aller Fälle ist dies die Schädellage. (Alena Ozerova , Shutterstock)

  • 35. SSW

    Im neunten Schwangerschaftsmonat ist Ihr Kind insgesamt schon sehr gut entwickelt, das zentrale Nervensystem und die Lunge reifen aber noch weiter aus. In der 33. SSW ist Ihr Baby etwa 43 cm groß, in der 36. SSW sind es ungefähr 47 cm. Es legt jetzt stetig an Gewicht zu. Bis zur 34. SSW sollte das Kind seine endgültige Geburtsposition einnehmen, denn danach ist eine vollständige Drehung nur mehr sehr schwer möglich. (netdoktor; medizinisches Review: Dr. Martin Metzenbauer)


35. SSW: Entwicklung des Babys

Schematische Darstellung 35. SSW
(Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com)

Ihr Baby ist nun etwa 46 cm groß und hat ein Gewicht von 2.400 Gramm erreicht.

Die optimale Geburtsposition

Die meisten Babys haben sich bereits in die endgültige Geburtsposition begeben. Eine Drehung ist jetzt nur mehr  schwer möglich, aber nicht unwahrscheinlich.

  • Schädellage: Für eine natürliche Geburt sollte sich das Kind in Längslage befinden, das heißt, die mütterliche und die kindliche Wirbelsäule verlaufen parallel zueinander. In 95% aller Fälle ist dies die sogenannte Schädellage, das Baby liegt dabei mit dem Kopf nach unten. Dies ist die "einfachste" Geburtslage, die mit den wenigsten Komplikationen verbunden ist.
  • Beckenendlage: 3–5% aller Babys liegen in Beckenend- bzw. Steißlage. Dabei sitzt das Kind mit dem Po nach unten und die Beine sind nach oben geklappt. Eine natürliche Geburt ist in dieser Lage zwar nicht unmöglich, aber mit einem höheren Risiko für Komplikationen verbunden. Der Steiß des Babys wird in diesem Fall zuerst geboren – wenn der Kopf und der restliche Körper nicht schnell genug nachfolgen, kann es zu Komplikationen mit der Nabelschnur und dadurch zu einer Sauerstoffunterversorgung des Babys kommen. Zusätzlich ist der Weg durch den Geburtskanal erschwert. Viele Ärzte und Frauen bevorzugen deshalb in dieser Lage einen Kaiserschnitt.
  • Querlage: In seltenen Fällen liegen Babys auch quer im Bauch (Querlage), das heißt, die Wirbelsäule des Babys verläuft im rechten Winkel zur Wirbelsäule der Mutter. In dieser Lage ist eine natürliche Geburt nicht möglich und es wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.

+++ Mehr zum Thema: Wie erlebt ihn das Baby? +++

35. SSW: Was tut sich bei der Mutter?

Die Gebärmutter ist inzwischen sehr stark gewachsen, der obere Rand befindet sich nun etwa am unteren Rand des Rippenbogens.

Viele Frauen fürchten sich in der letzten Zeit der Schwangerschaft vor vorzeitigen Wehen, die zu einer Frühgeburt führen können. Von einer Frühgeburt spricht man im Allgemeinen, wenn das Kind vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche (37. SSW) geboren wird. Ab der 36. SSW ist das Baby jedoch ein "spätes Frühchen" und hat sehr gute Überlebenschancen und die Lungenreife gilt in der Regel als abgeschlossen. 

+++ Mehr zum Thema: Vide: Mögliche Folgen einer Frühgeburt +++

Folgende Untersuchungen stehen jetzt an

Zwischen Woche 35 und 38 findet die letzte Mutter-Kind-Pass-Untersuchung statt.

  • Dabei wird erneut eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt und ein Vaginalbefund erhoben.
  • Der Zustand des Muttermundes wird beurteilt und eventuelle Infektionen mit Pilzen oder Bakterien können erkannt und rechtzeitig behandelt werden, um eine Ansteckung des Kindes während der Geburt zu vermeiden.
  • Zudem können Infektionen der Scheide wehenauslösend wirken und müssen daher behandelt werden.
  • Eine Ultraschalluntersuchung ist nun zwar laut Mutter-Kind-Pass nicht mehr vorgesehen, wird aber von den meisten Ärzten dennoch durchgeführt, um die Entwicklung und die Lage des Kindes noch einmal zu überprüfen.
  • Nutzen Sie diesen Termin bei Ihrem Arzt, um alle Fragen, die Sie zu den letzten Wochen der Schwangerschaft und zum Ablauf der Geburt haben, zu besprechen.

+++ Mehr zum Thema: 5. MKP-Untersuchung in der Schwangerschaft +++

Damm-Massage

Nun ist ein geeigneter Zeitpunkt, um mit einer Damm-Massage zu beginnen. Der Damm ist der Bereich zwischen Scheide und After, der durch den Druck des Babys und die Dehnung während der Geburt stark beansprucht wird. 

Eine Massage kann das Gewebe auf die Geburt vorbereiten, es weicher und dehnbarer machen und womöglich einen Dammriss vermeiden.

So funktioniert die Damm-Massage

  • Planen Sie die Dammmassage als tägliches Ritual in Ihren Alltag ein und nehmen Sie sich dafür etwa 5 Minuten Zeit.
  • Verwenden Sie dafür ein hochwertiges Öl, etwa Mandel-, Jojoba- oder Olivenöl.
  • Stellen Sie ein Bein auf den Badewannenrand, die Toilette oder hocken Sie sich hin.
  • Nehmen Sie eine kleine Menge Öl und verreiben Sie es zwischen den Fingern.
  • Führen Sie den Daumen in die Scheide ein. Der Zeigefinger massiert währenddessen den Damm von außen in kleinen kreisenden Bewegungen. Stellen Sie sich den zu massierenden Bereich als Uhr vor: Sie massieren zwischen 3 und 9 Uhr.
  • Dehnen Sie dabei das Gewebe vorsichtig und sanft. Die Dehnung sollte sich keinesfalls schmerzhaft anfühlen.

Manche Frauen können sich mit der Dammmassage einfach nicht anfreunden. Alternativ oder zusätzlich können auch Sitzbäder mit Heublumentee helfen, das Gewebe weicher zu machen.

+++ Mehr zum Thema: Dammschnitt +++

Die 35. SSW Baby Mama Untersuchung
Die Vorbereitungen auf die Geburt laufen!

Das Kind ist 46 cm groß und wiegt 2.400 Gramm.

Das Baby sollte sich nun in die Schädellage, die optimale Geburtsposition, drehen. 

Ab dieser Zeit können werdende Mütter den Damm mit einer täglichen Dammmassage oder Sitzbädern auf die Geburt vorbereiten. Zwischen der 35. und 38. SSW findet die letzte Ultraschall-Untersuchung statt.

 

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.ch


Autoren:
,
Medizinisches Review:
OÄ Dr. Angela Ramoni
Redaktionelle Bearbeitung:

Aktualisiert am:
Quellen

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013

Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z - Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011

Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011

Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009

Sonntag K.: Schwanger! Tag für Tag: Mein Kalender für eine aufregende Zeit; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009

Ulfig N.: Kurzlehrbuch Embryologie; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 2.Auflage 2009

Sadler T.W.: Medizinische Embryologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart; 11.Auflage 2008
 

Weitere Artikel zum Thema

Von einer Frühgeburt spricht man, wenn die Schwangerschaft weniger als 37 abgeschlossene Wochen dauert.

zur Übersicht
Newsletter-Anmeldung
×
Newsletter Anmeldung Hintergrund