Das Darm-ABC: M

Magen
Der Magen nimmt eine wichtige Rolle im Verdauungsvorgang ein, er befindet sich zwischen Speiseröhre und Dünndarm. Im Magen wird der Nahrungsbrei zunächst gespeichert und mit Hilfe der Magensäure von möglichen Krankheitserregern „gereinigt“ und schließlich durch Enzyme weiter abgebaut. Die Peristaltik des Magens sorgt für eine gründliche Durchmischung des Speisebreis mit dem Magensaft.

Magenspiegelung
Im Rahmen einer Magenspiegelung kann der obere Teil des Verdauungstraktes betrachtet werden. Die Magenspiegelung erfolgt mithilfe eines Gastroskopes, einem beweglichen, schlauchartigen Instrument, das über den Mund oder die Nase in die Speiseröhre eingeführt wird. Im Inneren befindet sich eine Videooptik, die Bilder auf einen Monitor überträgt. So kann der Arzt sowohl die Speiseröhre, den Magen, als auch den ersten Abschnitt des Dünndarms von innen ansehen und beurteilen.

Mastdarm
Der Mastdarm (Rektum) ist der letzte Teil des Dickdarms, der nach außen durch den Ringmuskel des Afters fest verschlossen wird. Der vordere Teil ist sehr dehnungsfähig und wird als Ampulle bezeichnet, sie dient der Sammlung des eingedickten Kots. Der untere Abschnitt des Mastdarms ist der Analkanal und mündet in den After. Im Mastdarm wird dem Speisebrei weiter Flüssigkeit entzogen, die Schließmuskeln im unteren Bereich regulieren den Stuhlgang.

Mesenterium
Das Mesenterium, auch Gekröse genannt, ist eine Gewebestruktur im Bauchraum, die bestimmte Dünndarmabschnitte und Dickdarmabschnitte an der hinteren Bauchwand befestigt. Im Mesenterium verlaufen zudem auch die den Darm versorgenden Blutgefäße und Nerven.

Metabolisches Syndrom
Metabolisch ist die medizinische Bezeichnung für „stoffwechselbedingt“. Das metabolische Syndrom dient als Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Krankheitsanzeichen wie starkes Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhter Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fettstoffwechsel treten häufig gemeinsam auf und sind meist das Resultat aus zu wenig körperlicher Bewegung und Überernährung. Jedes der vier Symptome kann für sich die Blutgefäße schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Da beim metabolischen Syndrom mehrere dieser gefäßschädigenden Faktoren gleichzeitig auftreten, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dramatisch an.

Meteorismus siehe Blähungen

Migräne
Als Migräne werden anfallsartige Kopfschmerzen bezeichnet, die in unregelmäßigen Abständen wiederkehren. Die Schmerzen sind meist halbseitig begrenz und pulsierend. Zusätzlich können Begleiterscheinungen wie Übelkeit (bei 80%), Erbrechen (bei 40-50%), Lichtempfindlichkeit, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit auftreten. Als wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Kopfschmerzarten gilt die Anfallsdauer: Migräne hält meist zwischen vier und 72 Stunden an.

Mikrobiom
Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller auf und im Menschen lebender Bakterien, Billionen von ihnen besiedeln Mundhöhle, Haut und Darm. Die genaue Funktion der überlebenswichtigen Bakterien wird derzeit noch erforscht. Neben der Beteiligung an den Verdauungsvorgängen unterstützen sie das Immunsystem und haben Anteil an der Entstehung einer Vielzahl von Erkrankungen. Ist die Zusammensetzung des Mikrobioms gestört, können in der Folge Erkrankungen wie Diabetes, Darmentzündungen, aber auch Depressionen oder Rheuma auftreten.

Milchsäurebakterien siehe Laktobazillen

Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, deren Entstehung noch nicht restlos geklärt ist. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und kann den gesamten Magen-Darm-Trakt betreffen. Typische Symptome sind häufige breiige Durchfälle, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust.

Mukosa siehe Darmschleimhaut

Muttermilch
Muttermilch ist die ideale Nahrung für Säuglinge und deckt im ersten Lebensjahr den Bedarf an allen Nährstoffen und Flüssigkeit. Zudem enthält sie Antikörper, die dem Kind helfen, Erreger zu bekämpfen. Dieser Schutz ist vor allem in den ersten Lebensmonaten wichtig, in denen das noch unreife Immunsystem selbst manche banalen Keime nicht wirksam bekämpfen kann. Sie verhindern bereits in Magen und Darm, dass Krankheitserreger überhaupt ins Gewebe vordringen.

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Autoren:

Medizinisches Review:
Prim. Univ.Doz. Dr. Michael R. Gschwantler
Redaktionelle Bearbeitung:
Nicole Kolisch, Mag. Julia Wild

Aktualisiert am:

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