Das Darm-ABC: G

gastroenterologisch
Die Gastroenterologie ist jener Teilbereich der Inneren Medizin, der sich mit dem Magen-Darm-Trakt befasst. Sie umfasst Diagnostik, Therapie und Prävention von entsprechenden Krankheitsbildern. Eine zentrale Methode zur Diagnose von gastroentereologischen Erkrankungen ist die Endoskopie (Magen- oder Darmspiegelung).

Gastroskopie siehe Magenspiegelung

Geburt und Darmflora
Solange sich das Baby in der Fruchtblase der Mutter befindet, hat es kein Mikrobiom. Wenn das Kind den Geburtskanal passiert, kommt es auch erstmals mit Mikroben in Kontakt. In der Vagina trifft es vor allem auf Milchsäurebakterien. Auf dieser Basis dürfte sich die Darmflora des Babys aufbauen. Wissenschafter vermuten, dass die nützlichen Keime das Risiko für spätere Allergien und Übergewicht senken.

Gluten
Gluten fungiert als Klebstoff in vielen Getreidesorten. Das Klebeprotein kommt etwa in Weizen, Roggen oder Dinkel vor. Bei Menschen mit der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Zöliakie ist die Dünndarmschleimhaut durch den Kontakt mit Gluten dauerhaft entzündet.

Gewichtsabnahme siehe Abnehmen

Gewichtsschwankungen
Kleinere Gewichtsschwankungen von ein bis zwei Kilogramm auf oder ab sind normal. Sie sind oftmals auf geringfügige Wassereinlagerungen zurückzuführen. Schwankt das Gewicht in größerem Ausmaß ohne Veränderungen im Essverhalten, wird ein Arztbesuch angeraten. Diabetes, Herz- und Schilddrüsenerkrankungen können die Ursache sein.

Gewichtszunahme
Eine Gewichtszunahme kann unterschiedliche Gründe haben. Am häufigsten resultiert sie aus einer erhöhten  Kalorienaufnahme, verminderter Bewegung oder aus Unregelmäßigkeiten des Stoffwechselhaushalts bzw. psychischer Erkrankung. Sie führt mitunter zu Übergewicht und stellt damit eine gravierende Belastung für den Organismus dar.

Grimmdarm
Der Grimmdarm, auch Colon (Kolon) genannt, ist der mittlere Teil des Dickdarms. Er liegt zwischen Blinddarm und Mastdarm. In diesem Darmabschnitt werden zunächst Wasser und Elektrolyte aus der Nahrung entzogen, ehe der Darminhalt weiter eingedickt wird.

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Autoren:

Medizinisches Review:
Prim. Univ.Doz. Dr. Michael R. Gschwantler
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild, Nicole Kolisch

Aktualisiert am:

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