Matomo pixel

Fragen und Antworten zur Corona-App

SwissCovid-App, Infektionskette, SARS-CoV-2
Die SwissCovid-App soll helfen die Coronapandemie einzudämmen. (1209053753 / iStockphoto)

Corona-Apps sollen helfen, die Verbreitung des SARS-CoV-2 einzudämmen. Inzwischen sind sie in vielen Ländern in jeweils unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Dabei soll durch sogenanntes Contact Tracing – also aufzeichnen der erfolgten Kontakte– im Falle einer Infektion, eine schnelle anonyme Information an alle Personen gegeben werden, mit denen ein Kontakt stattgefunden hat. Hier erfahren Sie mehr dazu.

1. Was kann die SwissCovid-App?

Swiss-Covid ist eine App, die sich jeder Smartphone-Besitzer kostenlos herunterladen kann. Die App kann dazu beitragen, die Infektionskette schnellstmöglich zu unterbrechen, indem die Kontakte der infizierten Person nachvollzogen und informiert werden können. Die Vorlage für diese App lieferten Länder wie China, in denen bereits kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie Smartphone-App zur Nachverfolgung von Infektionenen verwendet wurden. 

+++ Mehr zum Thema: Was bedeutet Herdenimmunität? +++

2. Wie funktioniert das?

  • App kostenlos auf das Smartphone herunterladen.
  • Es ist keine Registrierung oder Angabe von personenbezogener Daten nötig.
  • Die App listet alle Geräte in der Nähe anhand einer einmaligen zufälligen Nummer auf.
  • Die App registriert von nun an Kontakte zu anderen App-Nutzern und misst dabei auch den Abstand der Smartphones.
  • Die gesammelten Daten werden anonymisiert gespeichert.
  • Im Falle einer registrierten Corona-Erkrankung, werden alle Personen mit denen Kontakt stattfand anonym informiert.  
  • Personen, die verständigt wurden, mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen zu sein, können sich daraufhin kostenlos testen lassen.

3. Welche Funktionen hat die App?

  • Contact Tracing:

Befinden sich zwei Smartphones in der Nähe, wird diese Kontaktaufnahme in beiden Geräten über Bluetooth registriert. Wenn ein gespeicherter Kontakt innerhalb der nächsten drei Tagen eine Infektion meldet, checkt die App alle aufgezeichneten Begegnungen. Kam es für länger als 15 Minuten zu einem Kontakt in unmittelbarer Nähe (weniger als 1,5 Meter), erfolgt eine Meldung. 

  • (Krank-) Meldung:

Wenn eine Person mit SwissCovid App positiv auf das neue Coronavirus getestet wird, erhält sie von den kantonalen Behörden einen sogenannten Covidcode. Nach Eingabe dieses Codes werden alle relevanten gespeicherten Kontakte automatisch und anonym informiert. So können die zu treffenden Massnahmen besonders rasch zur Anwendung kommen. Um das je passende Handeln herauszufinden, sollte die in der App ausgewiesene Hotline angerufen werden. 

4. Wie "sicher" ist die App?

Die App ist so gestaltet, dass sie möglichst wenig Daten erfasst. Zur Nutzung der App müssen keine personenbezogenen Daten angegeben werden. Die Kontakte der User werden nur auf deren Endgerät gespeichert und sind den Vertreibern der App selbst nicht zugänglich. Erfasst wird nur eine UUID (einzigartige Nutzerkennung), die aber nicht mit anderen Daten verknüpft ist. Ein Missbrauch soll verhindert werden, indem die zuständigen Kantonbehören einen Code nur bei einer bestätigten Infektion an den betroffenen User versenden.

+++ Mehr zum Thema: Abstand, Maske: Wie effektiv sind die einzelnen Maßnahmen wirklich? +++

5. Wie viele Personen haben die App bereits installiert?

Die Schweizer Corona-App SwissCovid hat in den letzten Wochen instabile Nutzerzahlen zu verzeichnen. Nachdem Anfang Juli ein großer Erfolg verzeichnet werden konnte (1.019.830 aktive App-Nutzer), gab es innerhalb der folgenden zwei Wochen einen Einbruch bei den Usern. Am 12.7.2020 nutzten "nur“ noch 950.000 aktive Nutzer die SwissCovid-App. Bis zum 7.7. wurde die App 1,75 Millionen Mal heruntergeladen, im europaweiten Vergleich ein beachtlicher Wert. Das Ziel einer erwünschten Nutzung von 60 Prozent ist jedoch bisher noch nicht erreicht.

5. Warum diese Schwankungen?

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärt die Schwankungen als nachvollziehbar. Der Einbruch wurde lediglich in der aktiven Nutzung verzeichnet, die App jedoch nicht von den Smartphones deinstalliert. Es läge daran, dass etwa am Wochenende viele Menschen ihre Smartphones längere Zeit in den Flugmodus schalten. Zugleich hat auch die Urlaubssaison eingesetzt, weshalb vermutet wird, dass viele die App deshalb für die Zeit ihres Auslandsaufenthaltes deaktivieren, so Marco Stücheli vom BAG. Das stelle somit kein Problem dar und weise auch nicht darauf hin, dass die Schweizer die App allgemein nicht mehr nutzen wollen. Wichtig sei lediglich, dass die App aktiviert wird, wenn man mit vielen Menschen in Kontakt tritt. 

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.ch


Autoren:

Redaktionelle Bearbeitung:

Aktualisiert am:

Weitere Artikel zum Thema

mehr...
Newsletter-Anmeldung
×
Newsletter Anmeldung Hintergrund