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Corona: AKH hat ab sofort 90-Minuten-Tests

neuer Coronavirus Test
Probenmaterial aus einer Speichelprobe wird molekularbiologisch auf SARS-CoV-2 getestet. (871326374 / iStockphoto)

Besteht der Verdacht auf eine Coronainfektion, schafft ein entsprechender Test Klarheit. Dabei wird Probenmaterial aus einem Mundhöhlenabstrich molekularbiologisch auf das Vorhandensein von Bestandteilen des Virus (SARS-CoV-2) getestet. Das Wiener AKH hat ab sofort schnellere Tests.

Mit Stand Mittwoch, 18.03.2020, 15:00 Uhr wurden in Österreich 11.977 Personen auf SARS-CoV-2 getestet, 1.646 davon positiv. Getestet werden jene Personen, die aufgrund ihrer Symptome und der entsprechenden Vorgeschichte (Auslandsaufenthalt, möglicher Kontakt zu infizierten Personen) verdächtig erscheinen, an COVID-19 erkrankt zu sein.

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90 Minuten-Tests im Wiener AKH

Dauerte die reine Laborzeit bei einem Coronatest bis jetzt rund vier Stunden, können Tests auf SARS-CoV-2 im Wiener AKH neuerdings in lediglich 90 Minuten durchgeführt werden. Aufgrund der wesentlich kürzeren Testdauer können ab sofort mehr Tests durchgeführt werden. Dennoch bleibt es dabei, dass neben entsprechenden Symptomen auch ein Aufenthalt in einem Risikogebiet mit einem Risikokontakt gegeben sein muss, damit getestet wird. 

Automatisierte Tests: mehr und schnellere Testungen

Ein neues und demnächst auch in Europa erhältliches automatisiertes Testverfahren, soll es zudem ermöglichen, eine viel grössere Anzahl an Proben in kürzerer Zeit zu testen. Der entscheidende Vorteil dabei: Infizierte Personen können so schneller von gesunden getrennt werden, die Virusausbreitung wird verlangsamt.

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Umfassendes Screening der Bevölkerung

Ziel ist, möglichst alle, die verdächtige Symptome wie Fieber und Husten aufweisen, schnell und ressourcenschonend auf das Virus zu testen. Eine frühzeitige Diagnose und die Einleitung der entsprechenden Therapiemassnahmen wird dazu beitragen, die Zahl der Menschen, die unter Umständen an COVID-19 versterben könnten, möglichst tief zu halten. Getestet werden sollen aber weiterhin nur Personen, die Symptome haben.

Was ist neu am "neuen" Test?

Im Vergleich zu den bisher verwendeten Tests, läuft das neue System vollautomatisch, schneller und kann in der gleichen Zeit ein Vielfaches der bisherigen Proben analysieren. Möglich wird das durch neu entwickelte Testkits eines Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns, die auf leistungsstarken Diagnostikgeräten laufen, die bereits weltweit in Spitälern und Labors in Verwendung sind.

Statt wie bisher «ein paar Dutzend» pro Tag, können mit den neuen Tests innerhalb von 24 Stunden mehr als 4.000 Analysen gemacht werden. Da diese Geräte weitgehend autonom arbeiten, werden zudem wieder menschliche Ressourcen frei, die anderswo dringend gebraucht werden.

Wann kommt der Test?

In den USA hat der Test vergangene Woche bereits die Schnellzulassung erhalten. Laut Robert Strassl, Leiter des Laborbereichs Virologie der MedUni Wien, soll der Test demnächst auch in Österreich verfügbar sein. Auch an dieser Abteilung ist das entsprechende Diagnostikgerät bereits vorhanden.

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Aktualisiert am:
Quellen

Orf.at, Automatisierte Tests im Kommen, Stand 16.03.2020; https://orf.at/#/stories/3158022/ (letzter Zugriff am 16.03.2020)

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