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Corona: Schutzmasken richtig verwenden

Mundschutz Corona
Beim Tragen des MNS ist es wichtig, auf einen richtigen Sitz zu achten. (1198580106 / iStockphoto)

Seit Wochen wird von verschiedensten Experten über die Sinnhaftigkeit von Schutzmasken für die Bevölkerung kontrovers diskutiert. Wie gut schützt eine solche Maske und was ist beim Tragen zu beachten? netdoktor.ch klärt auf.

Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Maske)

Ein herkömmlicher Mund-Nasenschutz besteht aus mehreren dicht übereinanderliegenden Papier- bzw. Vliesschichten, die mit einem Binde- oder Gummiband am Hinterkopf oder – je nach Modell – hinter den Ohren fixiert wird.

Mund-Nasen-Schutz-Masken schützen nicht in erster Linie den Träger selbst, sondern verringern das Risiko, dass andere sich anstecken. Sollte also eine Person unbemerkt mit SARS-CoV-2 infiziert sein, so kann die Maske die weitere Ausbreitung über grössere Tröpfchen beim miteinander sprechen eindämmen. Sie schützen den Träger auch davor, sich mit infizierten Händen selbst (zumindest in jenem Bereich, den die Maske abdeckt), ins Gesicht zu greifen. Eine Ansteckung durch Aerosole, also sehr kleine Partikel in der Luft, kann der MNS nicht abwehren. 

+++ Mehr zum Thema: Tröpfcheninfektion +++

Worauf sollte man beim Tragen achten?

  • Die Maske sollte möglichst eng anliegen. Sie kann mithilfe des dünnen Metallbügels, der in den oberen Rand der Maske eingenäht ist, genau an die Partie um die Nase angepasst werden.
  • Nase und Mund sollen vollständig verdeckt sein.
  • Ist die Maske durch die Atemluft durchfeuchtet, muss sie gewechselt werden.
  • Die Maske darf nicht wiederverwendet werden. Die Feuchtigkeit aus der Ausatemluft wirkt wie ein Nährboden für Erreger aller Art. Je nach Produkt hält ein Mund-Nasen-Schutz etwa 2 bis 4 Stunden. 
  • Nach dem Abnehmen der Maske mindestens 20 Sekunden lang die Hände waschen, da sich aussen am Mundschutz Erreger sammeln können, mit denen die Hände kontaminiert sein könnten. 

Mundschutz ersetzt keine andere Massnahme

Das Tragen des Mundschutzes ist eine weitere Massnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Sie soll den individuellen Schutz vor einer Ansteckung erhöhen, keinesfalls aber eine der anderen Massnahmen ersetzen.

  • Sozialkontakte auf das nötige Minimum reduzieren.
  • Regelmässiges Händewaschen
  • Abstand halten

+++ Mehr zum Thema: Wann wird wieder alles normal? +++

Mundschutz für medizinisches Personal

Für medizinisches Personal gibt es spezielle Masken, sogenannte «Halbmasken» (FFP, Filtering Face Piece). Je nach Rückhaltevermögen der Paritkelfilter werden sie in drei Klassen unterteilt. Dabei gilt: Je dichter die Maske ist, desto höher ist auch ihre Schutzwirkung. Auch hier ist wichtig, dass die Maske so dicht wie möglich am Gesicht anliegt. 

Die Dichtheit ergibt sich aus dem jeweiligen Filterdurchlass und der «Leckage», also der Undichtigkeit zwischen der Dichtlinie der Maske und dem Gesicht des Trägers: 

  • FFP1-Maske: Gesamtleckage von maximal 22 Prozent
  • FFP2-Maske: Gesamtleckage etwa 10 Prozent, ausreichender Schutz vor infektiösen Aerosolen
  • FFP3-Maske: Gesamtleckage von maximal 2 Prozent

FFP-Masken sollten nicht länger als eine Stunde getragen werden, da sie die Beatmungsmuskulatur massiv beeinträchtigen. Ihre Anwendung ist medizinischen Personal, das permanent einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt ist, vorbehalten. 

 

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