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Coronavirus-Variante B.1.1.7 erneut mutiert

Mutation, Proben
Forscher fanden eine neue Kombination an Coronavirus-Mutationen bisher in elf Proben. (selimaksan)

Laut britischen Forschern hat die B.1.1.7-Variante des Coronavirus eine neue Mutation entwickelt. Diese könnte Auswirkungen auf den Impfschutz haben.

Während sich die erst kürzlich entdeckte Coronavirusvariante B.1.1.7 in vielen Ländern immer weiter ausbreitet, warnen Forscher aus Großbritannien bereits vor einer neuen Mutation. Experten befürchten nun, dass sich diese negativ auf den Impfschutz auswirken könnte.

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Im Auftrag der britischen Regierung untersuchten Wissenschafter Proben des Coronavirus auf Mutationen. Sie entdeckten dabei, dass die britische Virusvariante B.1.1.7 die Mutation E484K angenommen hat, die nach der südafrikanischen (B.1.351) auch in der brasilianischen (P1) Variante nachgewiesen wurde. Laut einer Mitteilung der britischen Regierung fanden die Forscher diese Kombination an Mutationen bisher in elf Proben. Demnach dürfte dir Veränderung des Virus in den Proben unabhängig voneinander passiert sein. "Sie gehen nicht auf einen gemeinsamen Ursprung zurück", erklärt der amerikanische Epidemiologe Eric Feigl-Ding auf dem Nachrichtendienst Twitter.

 

Die Ursachen für die erneute Mutation des Virus wird derzeit untersucht. Manche Forscher vermuten, dass die Variante B.1.17 deshalb mutierte, weil E484K sie möglicherweise gestärkt hat. Dadurch könne das Virus die menschlichen ACE2-Rezeptoren die Eingangspforte in menschliche Zellen stärker attackieren als im Normalfall.

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Experten befürchten zudem, dass die weiter mutierte Variante durch Antikörper noch weniger angreifbar ist, wodurch sich auch bereits vorher Infizierte erneut leichter mit dem Virus anstecken könnten. Außerdem könnte die neue Mutation auch Auswirkungen auf die Wirksamkeit bisher zugelassener Impfstoffe haben. Erste Untersuchungen konnten zwar zeigen, dass die Vakzine gut gegen die britische Variante wirken, der Impfschutz bei der südafrikanischen und brasilianischen Variante fällt jedoch etwas geringer aus. Allerdings führe dies laut BioNTech/Pfizer "vermutlich nicht zu einer signifikant verringerten Wirksamkeit des Impfstoffs."

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Quellen

Public Health England: Investigation of novel SARS-CoV-2 variant. Variant of Concern 202012/01. (letzter Zugriff: 02.02.2021)

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