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"Harter Lockdown": Das ist erlaubt, das ist verboten

Österreich 2. Lockdown
Österreich im 2. Lockdown. (mammuth / iStockphoto)

Österreichs Bundesregierung verschärft aufgrund der außer Kontrolle geratenen Corona-Infektionen die Maßnahmen. Hier ein Überblick.

Kurzfassung:

  • Die Ausgangsbeschränkungen gelten rund um die Uhr.
  • Der Handel schließt, Ausnahmen u.a. Supermärkte.
  • Die Pflichtschulen stellen auf "Distance-Learning" um.
  • Die Verordnung gilt vorerst bis 6. Dezember 2020.

 


In keinem anderen Land der Welt steigt aktuell die Anzahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, derartig rasant an wie in Österreich. Die 7-Tage-Inzidenz  Anzahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen in den abgelaufenen sieben Tagen  mittlerweile bei 550.

Zur Erinnerung: Als Zielwert hatte die Regierung noch 50 angegeben. Mittlerweile lassen sich aber auch 77 Prozent der Neuinfektionen nicht mehr zurückverfolgen, das "Contact-Tracing" ist somit zusammengebrochen. 

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"Es besteht ein hohes Risiko, dass die Zahlen steigen oder nur so langsam sinken, dass es zu einer Überlastung der Intensivstationen kommen wird", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Um das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen, verschärft Österreichs Regierung mit Dienstag, den 17.11.2020, die im Lockdown geltenden Maßnahmen. 

Hier ein Überblick der Maßnahmen: 

  1. Der Handel wird geschlossen. Ausgenommen sind Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Trafiken, Banken und Post
  2. Körpernahe Dienstleister müssen ebenfalls schließen: etwa Friseure, Masseure, Kosmetikstudios, etc.
  3. Pflichtschulen stellen auf Fernunterricht um. In Kindergärten und Schulen besteht die Möglichkeit der Betreuung, falls dies notwendig ist.
  4. Home Office soll überall dort umgesetzt werden, wo es möglich ist.
  5. Die Ausgangsbeschränkungen gelten wieder wie im ersten Lockdown im Frühjahr 2020, sprich rund um die Uhr und nicht mehr nur von 20 Uhr bis 5 Uhr. Die Wohnung oder das Haus darf nur mehr aufgrund von folgenden Ausnahmen verlassen werden: Berufliche Zwecke, Versorgung mit Gütern, Hilfestellung für andere Personen,  körperliche Betätigung ("Beine vertreten", Sport).

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Auch die sozialen Kontakte werden jetzt strikter geregelt: Abseits von Personen, mit denen man im Haushalt zusammenlebt, darf man künftig nur noch den Lebenspartner, „einzelne engste“ Angehörige und „einzelne wichtige Bezugspersonen“ treffen. Singles müssen eine Person definieren, mit der sie während des Lockdowns persönlichen Kontakt halten dürfen.  

"Niemand will, dass die Schulen und der Handel geschlossen sind und die Gastronomie still steht, aber wir müssen diesen Schritt gemeinsam setzen", appellierte Kanzler Kurz einmal mehr an alle Bürger Österreichs. Die Verordnung gilt ab Dienstagmitternacht (in der Nacht von Montag auf Dienstag) bis Sonntag, 6. Dezember, 23.59 Uhr.

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