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Hilfe für Gewaltopfer während der Coronakrise

Opferschutz Corona
Betroffene Frauen und Mädchen bekommen Hilfe: sofort, unkompliziert, unbürokratisch und vertraulich. (533053713 / iStockphoto)

Die weltweite Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 hat es notwendig gemacht, restriktive Maßnahmen zur Eindämmung der Weiterverbreitung zu setzen. Die noch nie dagewesene Ausnahmesituation stellt alle Menschen vor große Herausforderungen, insbesondere jene, die innerfamiliär mit Konflikten oder gar Gewalt konfrontiert sind. Aus diesem Grund wurde der Opferschutz ausgebaut.

Isolation wirkt gewaltverstärkend

Häusliche Isolation, wie sie derzeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus von der Bundesregierung angeordnet wurde, kann Überforderung, Stress und Eskalation auslösen – ein Phänomen, das auch von "normalen" Ausnahmesituationen wie etwa während der Weihnachtsfeiertage bekannt ist und sich auch in Zahlen festmachen lässt: Über die "Festtage" steigt die Zahl häuslicher Gewalttaten.

+++ Mehr zum Thema: Maßnahmen der Regierung +++

Während in einem funktionierenden Familienverband keine Eskalationen zu erwarten sind, kann sich in Familien, in denen schon zuvor Spannungen und Probleme vorherrschten, die Situation aufgrund der Corona bedingten Quarantäne unter Umständen nun zuspitzen.

Quarantäne ist kein rechtsfreier Raum

Das Gesetz schützt alle Gewaltopfer und stellt klar: Jede Form von Gewaltanwendung ist verboten. Und: Häusliche Gewalt ist kein privates Problem. Wenn Sie Opfer von Gewalt sind, rufen Sie um Hilfe!

Wohin können sich betroffene Frauen und Mädchen wenden?

  • Polizei: 133 oder 112
  • SMS Polizei: 0800 113 113 (auch Notruf für Gehörlose)
  • Frauenhelpline: 0800 222 555
  • Frauenhäuser: 05 77 22
  • Onlineberatung: haltdergewalt.at

Frauenhelpline 0800 222 555

Die Beratungs- und Hilfsangebote der Frauenhelpline sind kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.

Onlineberatung 

Die Onlineberatung www.haltdergewalt.at steht gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen täglich zwischen 15:00 und 22:00 Uhr zur Verfügung. Mehrere Beraterinnen bieten in dieser Zeit Unterstützung und Hilfe während der Coronakrise an. Betroffene Frauen und Mädchen bekommen anonyme und vertrauliche Hilfestellung bei jeder Form von Gewalt – psychisch, physisch, sexuell.

+++ Mehr zum Thema: Interview: "Was macht das Corona-Virus mit uns?" +++

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